Regenwald: Abholzung 278% höher als 2018

Der Amazonas-Regenwald umfasst etwa 6 Millionen km² und streckt sich über 9 Länder Südamerikas. Mit 60% liegt der größte Anteil des Regenwaldes in Brasilien. Der Regenwald ist die Heimatstätte indigener Menschenvölker, unzähliger Lebewesen und Pflanzenarten. In den letzten 4 Jahren gelang es Forschern des brasilianischen Museums Paraense Emílio Goeldi 300 neue Tier- und Pflanzenarten im Amazonas-Regenwald zu registrieren – doch durch die immer weiter voranschreitende Zerstörung sterben täglich 150 Tier- und Pflanzenarten aus.

Regenwald: Abholzung 278% höher als 2018

Abholzung des Regenwaldes 278% höher als 2018

Am 1. Januar 2019 hat Brasilien einen neuen Präsidenten gewählt, einen, dem die geistige Retardierung eine Ruhezeit bescheren sollte und nicht etwa die Macht, über die Schätze der Welt zu entscheiden. Wie dem auch sei, Jair Bolsonaro zeigt mal wieder, wie Politik und Wirtschaft unser aller Leben bestimmen.

Zerstörung des Regenwaldes mit schweren Folgen für die ganze Welt.

In seiner kurzen Amtszeit hat Bolsonaro die Zerstörung des Regenwaldes in einer rasanten Geschwindigkeit vorangetrieben. Staatliche Kontrollen und Schutzmaßnahmen für den Regenwald wurden verringert. Gelder der G7-Staaten zur Brandbekämpfung wurden abgelehnt. Und so passierte es, dass im Juli 2019 278% mehr abgeholzt wurde als im selben Monat des vergangenen Jahres. Darüber hinaus kündigte Bolsonaro kurz nach Amtsantritt an, dass er die Schutzgebiete und Reservate der indigenen Menschen für die wirtschaftliche Nutzung freigeben will. Was soll das alles? Wieso werden die verfügbaren Gelder nicht zum Schutz des Regenwaldes genutzt? Wohin soll das nur führen?

Regenwald: Abholzung 278% höher als 2018

Abholzung provoziert Brände.

Durch die Abholzung entstehen Lichtungen. Die Waldfläche wird fragmentiert und das nun nachwachsende, trockene Gestrüpp ist besonders anfällig für Brände, die sich dann leicht ausbreiten können. Im August 2019 wurden 26.000 Brände im Amazonas-Regenwald festgestellt – Staatsanwaltschaft vermutet Brandstiftung.

Mehr als 60% der gerodeten Flächen werden für die Tierhaltung genutzt, ein weiterer großer Teil dient dem Viehfutter-Anbau, dem Export von artfremdem Futter-Soja an die Massentierhaltungsbetriebe in Europa. Das Regenwaldholz wird u.a. zu Grillkohle gemacht und in den Supermärkten Deutschlands verkauft.

Regelmäßig wird der Regenwald zum Schauplatz unterschiedlichster Grausamkeiten.

Berichte über Wilderer, die Affen verprügeln, erschießen oder bis zum Verdursten hetzen, sind an der Tagesordnung. Immer mehr Straßen werden durch den Regenwald gebaut, um das wertvolle Holz abzutransportieren. Goldsucher, die auf ihrem Weg wie getrieben indigene Menschen ermorden und auch jene, die Tiere jagen, um diese als Haustier oder schicken Schmuck an der Wand zu halten, treiben ihr illegales Spiel tagtäglich auf unsere Kosten!

Regenwald: Abholzung 278% höher als 2018

Zerstörung des Regenwaldes hat fatale Folgen für uns alle.

Der Regenwald verarbeitet jedes Jahr zwei Milliarden Tonnen Kohlendioxid und spendet 20 Prozent des Sauerstoffs der Erde. Wer behauptet, dass die großangelegte Zerstörung des Regenwaldes folgenlos bliebe, der ist ein Fantast, der das Leben leugnet. Durch die Abholzung wurde ein Teufelskreislauf in Gang gesetzt. Die Amazonasregion ist einen Grad wärmer geworden als vor 60 Jahren und auch die Trockenzeit hat sich verlängert. Das wiederum sind Faktoren, die weitere Brände und die weitere Zerstörung der “grünen Lunge” der Erde provozieren.

Zerstörung der Artenvielfalt und Klimabelastung.

Pflanzen, Bäume, allerlei Tiere, indigene Menschen und sogar bisher unentdeckte Arten sterben ein für alle mal aus. Ein großer Wissensschatz geht verloren, ehe wir ihn überhaupt erschließen konnten. Die entstehenden Ackerflächen werden mit verschiedensten Chemikalien (Pestitzide&CO) behandelt und führen zu der Vergiftung der Böden und des Wassers, ergo der Tiere und der Menschen vor Ort (und der Fleischkonsumenten in Europa). Weil der Boden im Regenwald sehr nährstoffarm ist, werden vielfach chemische Dünger verwendet, die u.a. auch zu einer verstärkten Lachgas-Emission führen. Die dünne Hummusschicht ist innerhalb drei Jahren verbraucht und es bleibt ein toter Fleck, wo ehemals der Regenwald pulsierte. Der Ackerbau muss weiterziehen und noch mehr Regenwald zerstören. Tonnenweise CO2 entsteht bei den Bränden. Dürren und heftige Stürme werden begünstigt.

Je größer die Ausmaße der Zerstörung, desto unberechenbarer sind die Auswirkungen auf die ganze Welt.

Regenwald: Abholzung 278% höher als 2018

Petition unterschreiben

Hier klicken, Petition unterschreiben und den Regenwald retten…

An: UNO und UN-Institutionen (CERD, UNEP,
UNDP, OIT, OMS, FAO, UNFCCC, CDB, UNESCO, Sonderbotschafterin für
Indigene Völker) sowie die Regierungen der Länder des Amazonasgebietes

„Bitte helfen Sie mit Ihrer
Stimme, den Amazonasregenwald zu verteidigen. Die Rodungen und die
Auslöschung der indigenen Einwohner müssen gestoppt werden!“

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